Foodblog, Veggietüre und wie es dazu kam…

„Respekt ist das äußere Zeichen unserer inneren Haltung gegenüber anderen Lebewesen“ – so habe ich 2012 den Respekt für meine berufliche Positionierung als Respektspezialistin definiert. Mehr oder minder zeitgleich haben mein Lieblingsmensch und ich unsere Ernährung umgestellt. Viele Gründe sprachen dafür: Lebensmittelskandale, Gerüchte über schlechte Produktion, Liebe zu Tieren oder auch die eigene Gesundheit – und der Wunsch gesund alt zu werden.

Lebensfroh älter werden

Doch im Rahmen der Beschäftigung mit gesunder Ernährung kamen wir eben auch an Themen wie vegan, glutenfrei, laktosefrei oder auch Paleo kaum mehr vorbei. Deshalb haben wir unseren Blick geweitet und viel ausprobiert. Wir haben  den Lernmodus im Hirn angeworfen und – wir kochen beide gerne – schlicht neu kochen gelernt. Denn neue Materialien und Rezepte erfordern neue Wege und Würzungen.

Raus aus der Geschmacks-Komfortzone

Ja, wir haben „unterwegs“ allerhand spannende Erlebnisse gehabt. Wir haben durchaus auch mal richtig Hunger geschoben. Nämlich immer dann, wenn es nirgendwo etwas zu essen gab, was in unseren Plan passte. Und ehrlich: Das Notfalls-Essen „Fritten“ ist mit Mayo vegetarisch und mit Ketchup vegan – doch irgendwann ist wohl jeder die in Fett frittierten Kartoffelstäbchen leid.

Inzwischen sind wir bald drei Jahre als essgenüssliche „Flexitarier“ unterwegs. Und finden es toll. Einerseits, weil es uns beiden eine langfristige Gewichtsreduktion gebracht hat, doch viel mehr auch, weil unser Speiseplan noch viel breiter und spannender geworden ist.

Und weil wir an so vielen Stellen wahrnehmen, dass „wir“ mehr werden: Menschen, die sich bewusst und gesund ernähren wollen, ohne ständig Verzicht zu üben. Total gespannt besuchen wir Street-Food-Festivals, Vegan-Restaurants und experimentieren auch zu Hause fröhlich weiter.

Veggietüre

Aus einem Überfluss aus Roter Bete auf meinem Acker entstand im August 2015 dann die Idee zu „Veggietüre“. Selbstgekochen Marmeladen auf Basis von unerwarteten Gemüsen – gemischt mit Obst, Kräutern und allem was gut schmeckt. Mit klarer Grundregel: regional, saisonal und langfristig auch komplett bio.

Ab 2017 hat unser Feld (auf dem auch meine Ackerparzelle liegt) die dafür erforderlichen drei Umstellungsjahre von konventioneller Landwirtschaft auf „bio“ geschafft. Wir dürfen uns auf das entsprechende Zertifikat freuen.

Weil ich eben gerne koche, mein Gemüse inzwischen im Sommerhalbjahr weitgehend selbst anbaue und schon immer gerne selbstgemachtes Futterzeug (meine Weihnachtsplätzchen sind legendär!) verschenkt habe, fragten mich immer mehr Leute:

Bettina, wann startest Du endlich ein Foodblog?

Tja, jetzt also geht IssBaldFertig.de an den Start. Denn „Is´ bald fertig, Mama?“ ist der wohl meistgesagte Satz in deutschen Küchen. Ich fühle mich mit diesem lebensfrohe Name für (m)ein Foodblog sehr wohl. Und mein Geniesser-Shop mit außergewöhnlicher „Veggietüre“ darf sich ab sofort entwickeln. Hast Du da schon mal reingeschaut? Es lohnt sich!

Dies ist KEIN typisches Foodblog!

Doch das hier wird weit mehr, als ein Foodblog. Denn auch, wenn es hier Rezepte und Fotos gibt, so geht es mir doch vor allem darum, Euch hier an unseren teils lustigen, teils spannenden oder auch mal verwirrenden Erlebnissen teilhaben zu lassen. Die Fehler, die wir gemacht haben, kannst Du Dir ersparen. Oder mutig in den selben Fettnapf springen und eigene Erfahrungen damit machen.

Meine Beweggrund

Mein Abtrieb ist die Schaffung eines eigenen Bewusstseins für gesunde Ernährung. Damit wir unserem Körper optimalen Treibstoff geben können und er unser Leben lang „rund“ läuft. Das möchte ich ohne erhobenen Zeigefinger tun. Ich habe keinerlei missionarischen Eifer. Ich bin keine militante Veganerin oder Hardcore-Vegetarierin. Sondern ein Mensch, der Ernährung als Herzensprojekt empfindet, in diesem Themenfeld schon ganz viel selbst erlebt hat und der diese Leidenschaft, sein Wissen und seine Pannen und Fehlgriffe fröhlich mit Dir teilen möchte.

Ich freue mich, wenn Du mich ein Stück auf meinem Weg begleitest – und auch mal probierst, was da so aus meiner Küche kommt..