Genuss-Gewohnheiten: Eigene Ackerparzelle

Ackerparzelle in Nermins Garten

Seit März 2015 haben sich unsere Genuss-Gewohnheiten massiv verändert. Denn ich habe – erstmalig in meinem Leben – eine eigene „Scholle“. Dabei handelt es sich um ein Stückchen Acker, welches ich bei einer Gartenbaumeisterin in der Nähe gepachtet habe. Sie hat in diesem Frühjahr ihren neuen Betrieb in unserer Nähe gestartet. Als im März diese Mietparzellen auf ihrem Acker angeboten wurden, da habe ich nur sehr kurz überlegt. Denn gute Gründe sprachen dafür….

WERTvolle Vorteile der eigenen Ackerparzelle

Vorteil 1: Ich lerne, wie eigenes Gemüse angebaut wird. Vom Boden über die Pflege bis zur Ernte. Und gewinne so wertvolles Wissen für vielleicht mal anders werdende Zeiten, in denen ich mein eigenes Essen anbauen möchte oder gar muss.

Vorteil 2: Ich lerne den Umgang mit Schädlingen und wie ich ihrer Herr werden kann.

Vorteil 3: Ich lerne die Faszination des Saisonalen, denn auf so einem Acker gibt es immer einige wenige Sachen, die gerade reif sind – die dafür allerdings auch gerne mal im Übermaß. So verändert sich das Haushalten bis hin zum Einkochen, einer proppevollen Gefriertruhe und neuen Rezepten, um einer Zucchinischwemme im Spätsommer Herr zu werden.

Vorteil 4: Der Acker gehört zu einem Biobetrieb – das Gemüse ist also von ganz besonders unbehandelter Art und hoher Qualität. Denn unsere „Chefin“ ist voller Herzblut dabei, erklärt uns Laien auch die dümmsten Fragen und steht uns mit Rat und Tat zur Seite.

Vorteil 5: Ja, die Pacht kostet Geld – doch diesen Betrag habe ich übers Jahr aufgrund unserer reichen Ernte mehr als wieder reingeholt. Und das „Lehrgeld“, welches wir bei Missernten zu zahlen hatten (wir durften aufgrund von Krautfäule beispielsweise die gesamte Tomatenernte abschreiben, der Zuckermais war keine Wonne und beim Wirsing kamen uns Wildkaninchen zuvor), hielt sich in überschaubaren Grenzen.

Vorteil 6: Es schmeckt sooooo viel besser. Es ist sooooo viel frischer. Und ich kann auch am Wochenende mal eben auf meinem Feld „einkaufen“ fahren, wenn uns gerade nach etwas besonderem gelüstet.

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